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Warum die GenZ mehr Wissen fürs Leben, Orientierung und echte Mitgestaltung einfordert

Junge Menschen blicken trotz Krisen zuversichtlich in die Zukunft, fühlen sich aber oft zu wenig gehört. Gerade bei Schule wünschen sie sich mehr Lebensnähe, digitale Kompetenz, KI-Verständnis, Diskussion und Wissen für den Alltag. Bildung soll Orientierung geben und Mitgestaltung ermöglichen.

Der Österreichische Rundfunk hat via Ö3 auch 2026 wieder zur großen Jugendstudie (Zielgruppe 16 – 25-jährige) aufgerufen: Dabei waren die zentralen Fragen:
– Wie lenkt die Gegenwart den Blick der jungen Menschen auf die Zukunft?
– Wie schätzen sie die Auswirkungen aktueller Entwicklungen auf Gesellschaft und Lebenswelt in 10 Jahren ein?
– Wo sehen sie die großen Probleme – wo mögliche Lösungen?
– Und hat ihr Denken und Handeln Potenzial, um diesen Herausforderungen zu begegnen?

Letztendlich haben rund 13.500 Personen aus der Zielgruppe mitgemacht. Und so fasst der Ö3 die Ergebnisse zusammen. (Anm.: es handelt sich hier nur um einen kurzen Auszug.)

Die gute Nachricht

Trotz jahrelanger multipler Krisen, deren Folgen sich in vielen Bereichen auf das eigene Leben durchschlagen, hat der Großteil der jungen Generation des Landes den Optimismus und den Glauben an sich sowie die eigene Gestaltungskraft für eine gelingende Zukunft nicht verloren.

Die Herausforderung

In zentralen Lebensbereichen – Bildung, Arbeit, Gesundheit, Energie – braucht es die Bereitschaft der Gesellschaft für Veränderungen und neu zu denken. Wie realistisch das angesichts vielfältiger Lebenslagen und Interessen ist, bleibt offen und verlangt nach einer unvoreingenommenen Diskussion. Gerade die junge Generation fühlt sich dabei ausgeschlossen und nicht gehört, obwohl es in vielerlei Hinsicht um ihre Zukunft geht und vor allem sie die Konsequenzen gegenwärtiger Entscheidungen zu tragen haben.

Die Botschaft

Diskussionsbereitschaft, ein Miteinander auf Augenhöhe, im Kleinen und Großen nach Lösungen suchen und Gestaltungsräume ausschöpfen sollten stärker gefördert und gelebt werden. Denn ohne all das sind die großen Herausforderungen aus Sicht der GenZ nicht zu bewältigen.

Als Schüler- und Absolventenverband haben uns natürlich speziell die Fragen und Antworten zum Thema Schule interessiert. Hier die Zusammenfassung des Radiosenders, sowie die ausgewerteten Fragen:

Die Schule der Zukunft: Lebensnah, wegweisend, partizipativ

Die Vorstellungen rund um die Schule der Zukunft zeigen den hohen Stellenwert der Digitalisierung für die „Digital Natives“ der GenZ, aber auch einen differenzierten Umgang damit. Für sie ist klar:

Die Schule der Zukunft soll digital kompetent machen, Digitalisierung darf aber nicht zum Selbstläufer werden. Digitale Tools sind für die jungen Menschen vor allem Mittel zum Zweck – sie sollen Lernen und Beteiligung unterstützen. So sprechen sich dann auch 77% für einen stärkeren Fokus auf die Vermittlung von digitalen Kompetenzen aus und 62% dafür, den Umgang mit Künstlicher Intelligenz gezielt zu erlernen – anstatt ihn zu verbieten.

Daran anschließend muss die Schule der Zukunft für die GenZ auch weit mehr sein als einfach nur digital. Sie soll lebensnah sein, zur Orientierung in einer komplexen Welt beitragen, Mitgestaltung ermöglichen und junge Menschen aktiv einbinden: 96% wünschen sich mehr Wissen fürs Alltagsleben – zum Beispiel mehr Finanzwissen oder wie man Mietverträge abschließt, 88% mehr Allgemeinwissen, 87% mehr Raum für Diskussion und 85% mehr interaktives Lernen.